Internationale Packet Radio Tagung Darmstadt
Am Samstag war ich, wie in den letzten Jahren, auf der Internationalen Packet Radio Tagung in Darmstadt im Hans-Busch-Institut. Als SysOp für DB0IBM betreibe ich den Linuxrechner mit Digipeater (XNET, APRS und Funkruf) und treffe in Darmstadt andere SysOps.
Leider ist mir erst in Darmstadt aufgefallen, daß ich in der Eile (ich konnte nicht ausschlafen) meine Digitalkamera zu Hause vergessen hatte…
Sehr erfreut hat mich die große Beteiligung bei dieser Tagung und das interessante Programm. Trotz aller Unkenrufe, daß Packet Radio langsam ausstirbt, gibt es viele interessante Entwicklungen mit der Tendenz zu schnellen Linkstrecken und modernen Modulationsverfahren.
Ich habe drei der angebotenen Vorträge besucht:
Workshop FunkrufMaster V1.00 von Holger, DH4DAI
Holger hat in seinem gut besuchten Workshop die neue, komplett überarbeitete Version des FunkrufMasters vorgestellt. Insbesondere ging es um die zu beachtenden Punkte bei der Umstellung von der aktuell im Einsatz befindlichen Version.
Da Entwicklung und Test noch nicht abgeschlossen sind wird es wohl noch ein wenig dauern bis die neue Version eingesetzt werden kann.
Knotenrechner DLC7 und (X)Net von Marten, DK6MG, und Jimi, DL1GJI
Marten hat den Knotenrechner DLC7 im Detail vorgestellt. Auslöser für seine Entwicklung war die Notwendigkeit, die mittlerweile recht betagte und technisch nicht mehr ausreichend leistungsfähige RMNC Digitpeaterlösung abzulösen. Designkriterien waren hohe Leistung (2 Modemports mit bis zu 10Mbit/s), Weiternutzung bestehender Geräte (RMNC, TNC3, TNC4e) und überschaubare Kosten.
Jimi, der Entwickler der Digipeatersoftware (X)Net, hat dann noch einige Details der Portierung von (X)Net auf den DLC7 vorgestellt.
Porterweiterung AX.E von Felix, DG1YFE
Auch Felix stand vor dem Problem, einen bestehenden Digipeater zu erneuern und zu erweitern. Seine Lösung basiert auf einem schnellen programmierbaren Logikbaustein (FPGA) in dem die gesamte Logik für die Ansteuerung von insgesamt 8 Modemports (davon 4 langsamere Ports mit kompletter Modemimplementation und 4 bis zu 10Mbit/s schnelle Ports) über Ethernet enthalten ist. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, aber es besteht eindeutig ein großes Interesse.
